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Aktuelle Reviews

  • Hello Piedpiper - Birdsongs = Warsongs

    Scheiss auf die ganzen Sing- und Songwriter die sich meist sowieso gleich anhören. Scheiss auf diesen verdammten Hype. Dachte sich wahrscheinlich „Hello Piedpiper“ der uns mit seiner tröstenden, einfühlsamen Stimme einen warmen, kaleidoskopisch wirkenden Einblick in seine Welt offenbart, die sich wie eine Kollaboration zwischen Neil Young und dem leider viel zu früh verstorbenen Nick Drake anhört. Bei diesem Kölner klingt nichts aufgezwungen oder verkrampft.

    Was hier geboten wird ist ruhige, ungeschminkte und verdammt ehrliche Folkmusik, so als würde er sich nicht dafür interessieren was andere von diesem Album halten, solange er sein Ding auf seine Art und Weise durchziehen kann. Sei es mit Pfeifen, seinem Fingerpicking oder seiner unverwechselbaren Stimme, die Lieder über Proteste, Gedichte und über Tage an denen man am liebsten alles hinschmeissen würde, gehen zwar aufgrund der konventionellen Art, wie man es heutzutage in diesem Genre nicht mehr wirklich zu pflegen scheint, nicht so schnell ins Ohr wie bei anderen Interpreten, jedoch werden die traurigen Klänge von „Birdsongs = Warsongs“ wesentlich schneller von der Seele absorbiert und irgendwann kann man nicht mehr genug davon kriegen.

    „Hello Piedpiper“ liefert ein sympathisches Debut ab das zu den kalten Tagen die draussen herrschen nicht besser passen könnte und ist näher bei Neil Young als bei Bob Dylan anzusiedeln.

    Wer gefallen an der Scheibe findet, sollte sich auch mal "The Head or The Heart" aus Seattle anhören.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • Samu Project - Far From Going Home

    Der berühmte sowjetische Psychologe Pavel Semenov sagte einmal, dass die Reorganisation der bereits bekannten Umwelt, um etwas Neues zu kreieren, Kunst sei und dass das eine Art sei wie der Mensch seinen Wissensdurst stille. Samu Project ist mit einem impressionistischen Gemälde vergleichbar. Würde man leidenschaftslos und kalt agieren, so könnte man sagen, sie machen Indie und vermischen diesen mit Folk. Dahinter steckt jedoch viel mehr.

    Mal kommen ruhige Norah-Jones-ähnliche Songstrukturen zum Zug und im nächsten Moment wird man überrumpelt von schnellen, prägnanten und funkigen Basslines während fies im Hintergrund andauernd diese afrikanischen Perkussionsinstrumente lauern. Diese Badener machen es niemandem einfach bei solch einer Unmelodik und einer immensen Vertracktheit. Dabei zeigen sie noch standardisierten Songstrukturen die kalte Schulter. Nicht zu vergessen, dass auch noch die Instrumentalisierung aufs minimale reduziert wurde, was es leider noch viel schwerer macht sich mit dem Werk anzufreunden.

    Samu Project ist am ehesten mit Impressionismus oder Kunst generell vergleichbar, weil sie dermassen abstrus sind, dass sicherlich nicht jedermann warm wird damit und, wie bei einem Van Gogh Gemälde, muss man wohl eine gewisse Distanz davon entfernt sein, bis sich das Ganze als ein Gesamtkonzept offenbart. Wer sich eine Kopie von „Far From Going Home“ ergattert, begibt sich auf eine unkonventionelle Reise, wird es jedoch, wenn er sich darauf einlässt und sich viel, sehr viel Zeit nimmt, keinesfalls bereuen, denn sie machen alles anders durch die Zerstörung von alten Traditionen. Alle anderen werden davon nur von einem penetranten Kopfweh geplagt sein.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • Smooth Beans - At Low Fyah!

    Das Skinhead-Reggae-Revival erreichte nun auch Spanien! At Low Fyah ist das Debüt einer jungen, aufstrebenden Band aus Santander (Spanien), welches auf Liquidator Records erschien und von Roberto Sanchez produziert wurde. Nach etlichen Konzerten in Spanien, dem Sieg am Cantabrian Young Music Contest 2009 und einem Auftritt am bedeutendsten Reggae Festival Europas, dem Rototom Sunsplash Festival 2010, erschient nun endlich der langersehnte Longplayer der Smooth Beans. Nebst spürbaren jamaikanischen Wurzeln, experimentierte man mit einem zusätzlichen Perkussionisten um das mediterrane Lebensgefühl zu unterstreichen. Daraus entstanden zehn treibende wie auch rhythmisch hervorragende Eigenkompositionen bei denen es einem direkt warm ums Herz wird. Smooth Beans setzen alles auf Reggae bis hin zu Rocksteady oder auch Uptempo-Ska. Obwohl Sie die Latte mit ihrem Erstlingswerk recht hoch setzen, bleibt da noch ordentlich Raum für Innovation. Die zehn Perlen halten das mediterrane Feuer aufgrund einer unterschwelligen Eintönigkeit leider doch nur auf Sparflamme.

    Eric a.k.a. keingerede

    Hier ihre aktuelle Single „Our Train“:

    Rated 6
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  • Churchhill - 360°

    Ein Review eines Hip-Hop Albums auf Skalender?! Ja, bei „360°“ von Churchhill ist dies durchaus angemessen. Schon alleine deshalb, weil Churchhill noch nie eine typische Hip – Hop Crew war. Unter anderem auch deshalb, weil die Songs mit Livemusikern eingespielt werden, welche teilweise auch an Konzerten mit von der Partie sind. Zudem bezieht die Band auch andere Genres in ihr musikalisches Werk ein. So zeichnete sich das Album „Mueterchue“ vor allem durch rockige Elemente aus, während „360°“ stark durch Reggae-Beats geprägt ist, aber auch poppige, rockige und verspielte Elemente sind vorhanden. Und in „Schoggichueche“ findet sich auch noch einen von Soul geprägten Refrain, welcher vom Gamebois-Sänger Benjamin Kasongo gesungen wird. Einen gewissen „Rundumblick“ der musikalischen Bandbreite bietet „360°“ damit sozusagen. Während andere Bands versuchen, dies doch einheitlich zu verpacken und so in ein komplettes Chaos geraten, gelingt es Churchhill alles unter einen Hut zu bringen und als Band doch unverkennbar zu bleiben. Nur wenige Tracks fallen komplett aus dem Raster, so beispielsweise der Track „66“, welcher äusserst verspielt ist. Dies ist allerdings auch nicht schlimm, das Unerwartete und Überraschende machen dieses Album ja schliesslich spannend.Auch was die Texte anbelangt wird einiges geboten: So wird fundierte Kritik an Unterhaltungsmedien (Fernweh & 66), einer „übersexualisierten“ Gesellschaft (Oversexed) und dem jetzigen System (180°) geäussert. Besonders hervor sticht für mich hierbei „Faith No More“, worin der Glaube und die Demokratie, sowie die aufgrund dessen „legitimierten“ Kriege angeprangert wird. „Universell“ wiederum ist ein sehr gelungenes Liebeslied an die Musik und das mit dem Reggasesänger „Dodo“ aufgenommenem Lied „Tropfschtei“ vermag wie der Song „Weisch was?!“ von Mueterchue das Gefühl vermitteln, dass zusammen etwas erreicht werden kann. Insgesamt ist „360°“ ein durchweg gelungenes Album geworden und umso grösser wird die Vorfreunde auf die Plattentaufe, welche diesen Samstag (23.04.) im Dachstock Bern stattfindet.

    Rated 8
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  • Jason Devore - Conviction 1&2

    "I don’t care what you do! I don’t care what you say! Fuck your narrow path! I’m gonna go my own way!" Man kann Gift darauf nehmen, dass er dies tun wird, denn Jason Devore machte bisher nichts anderes mit Bands wie The Bollox oder Authority Zero. Während andere Sänger irgendwelchen Solokarrieren nacheifern und sich zum Grossteil nur dem Country und Bluegrass verschreiben, kommt zumindest aus Arizona ein weiteres Meisterwerk einer etwas anderen Sorte. Was diesen Songwriter von anderen unterscheidet ist, dass er seine Elvis Einflüsse wie kein anderer zum Vorschein, in einem mit Reggae ummantelten Song, bringen kann, The Pogues covert und noch nachdenkliche, gutgeschriebene Balladen im Petto hat.

    Conviction I: The Smoke House Sessions offenbart sich als sonniges Feuerwerk das ganz im Zeichen von Acoustic Rock vermischt mit einem Hauch Reggae steht. Gezündet wird dies vom turbulenten Opener „Stranded“ welcher von einem erstklassigen Refrain und der wohl rockigsten Gesangslinie der ganzen Scheibe getragen wird. „Hazy Daze“ macht genau da weiter und huldigt zwischenzeitlich Elvis. Zur Besinnung gibt es Songs wie „Wait“, „Forward From Yersterday“ und „Old Weather Face“. Bevor es mit „Sister Song“, einem Stück das sich anhört als würde ein neuer Tag nach einer durchzechten Nacht anbrechen, zum Abschluss kommt, gibt es mit „Dirty Old Town“ noch ein Pogues Klassiker, der leider durch den Backgroundgesang etwas lächerlich rüberkommt. Abwechslung wird so gross geschrieben, dass sich jeder Song komplett anders anhört und dadurch kein einziger Song wirklich heraussticht. Dem ganzen Werk hört man an, dass sich Jason Devore die Seele aus dem Leib singt und einfach alles gibt.„Conviction I“ ist der perfekte Soundtrack für einen langen Sommerabend.

    Anspieltipp: Covert Operation

    Fünf Jahre später erscheint nun seine zweite Soloscheibe Conviction II: The Crooked Path. Der Einstiegstrack „The Crooked Path“ setzt genau da an, wo man damals vor fünf Jahren aufgehört hat. Erneut wird versucht den Hörer mit einem rasanten Track zu Beginn für sich zu gewinnen und erneut klappt es auf Anhieb. Der grösste Unterschied zur ersten Scheibe ist wohl, dass fast gänzlich auf irgendwelche Elvis-Hommagen verzichtet wird und Jason Devore in Sachen Songwriting hier zur Höchstform aufläuft, dabei noch dynamischer wirkt, auch wenn die raue Seite vom ersten Teil ein wenig fehlt. Während es beim ersten Teil noch schien als hätte man all diese verschiedenen Einflüsse mit Tesafilm verbunden, fand man jetzt endlich einen Weg diese kompakt zusammen zu präsentieren. Das treibende „New Orleans“, das langsame und sanfte „Hey Kid“ oder das nachdenkliche „Turn The Page“ bleiben noch lange nach dem verklingen des letzten Tons von „Young And Numb“ im Gehörgang sitzen. Dieser Silberling wird dem launischsten aller Gemüter ein Lachen ins Gesicht zaubern. Im Gegensatz zum ersten Teil, wirkt „The Crooked Path“ musikalisch wesentlich optimistischer, auch wenn teilweise der Eindruck von Fernweh mit Zeilen wie „Wake me in the morning, my soul will keep flying away“ entsteht.

    Hier einen Einblick wie sich das Album in etwa anhört:

    “Crazy nights filled with desire, hazy daze getting down, getting higher, searching for the days that we’d finally get it all figured out.” Die beiden Conviction Teile stehen für einen erstklassigen Songwriter der nicht nur musikalisch auf der Suche nach sich Selbst ist. Neben Authority Zero und The Bollox, ist dies hier sicherlich sein kreativstes aller Projekte. Da man leider ausser Authority Zero hierzulande keinem seiner Projekte je grosse Beachtung geschenkt hat, sind die Alben ausschliesslich über Operation Records erhältlich. Die Mischung aus Acoustic Rock, Elvis und Reggae Einflüssen die hier geboten wird braucht sich keinesfalls hinter anderen Singer/Songwritern, die in der Szene ein wenig mehr angesehen sind, zu verstecken. Wer Authority Zero sowieso schon grossartig findet, sollte hier unbedingt einmal reinhören. Aufgeschlossene Hörer finden hier zwei grossartige Alben für lange Sommerabende.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 10
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  • The Bollox - The Bollox

    Was machen befreundete Musiker, bewaffnet mit Akustik Gitarren und einer Vorliebe für irischen Folk nach ein paar Pints Murphys? Als Jason Devore (Authority Zero) und Keith Walker (Last Action Zeros) damals im Herbst 2007 nach einer spontanen Jamsession bereits drei Songs geschrieben haben, wussten die beiden noch nicht, dass daraus später noch ein ernsthaftes Projekt werden sollte.

    Zwei Jahre später erschien ihr Debüt via „Operation Records“. Man wollte Musik machen ohne abhängig von irgendwelchen Majorlabels zu sein, dabei irische, ehrliche Musik die in Pubs gespielt wird und von Herzen kommt auf einem Album vereinen. Im Gegensatz zu anderen Band die diese Art von Musik spielen, hat bei The Bollox nur ihr Bassist irische Wurzeln, er realisierte dies jedoch auch erst nachdem er der Band schon zugestossen war. Alle anderen haben laut Band nur ein irisches Trinkverhalten und lieben die Stimmung und die Ehrlichkeit dieser besagten Musik.

    Nach dem kurzen instrumentalen „Shinannagans“ geht es bei „The Brothers The Bollox“ , „Welcome To Bastards Bay“ und „Tura Lu“ ordentlich zur Sache. Es wird, wie aus einer Form gegossenen, irischen Folk mit schnellem Punkrock wie man ihn von Authority Zero her kennt, geboten. Mit dieser Mischung aus rasantem Punkrock und melancholischen, ruhigeren Passagen, die sehr an eine schnelle Pogues Version erinnern, schafft es diese Band sich an die Spitze des Irischen-Pub-Punks zu spielen. Die drei Gitarren, wobei zwei davon akustisch sind, sorgen für noch mehr Abwechslung. Das ganze wird vom zweistimmigen Gesang dieser beiden Herren getragen, wobei Hauptsongwriter Walker dumm da stehen würde, müsste er die Songs allein singen. Auch wenn die Parallelität zu Dropkick Murphys und Flogging Molly naheliegend scheint, hört sich ihr Debüt glücklicherweise dennoch anders an und nicht wie eine 0815 Abkupferung davon. Da bleibt nur zu hoffen, dass da noch mehr auf diesem Niveau kommen wird und sich The Bollox endlich einmal hier in Europa blicken lassen! Da überkommt einen direkt die Lust auf ein kühles Murphys…

    Eric a.k.a. keingerede

    Falls wer einmal reinhören will:

    Rated 8
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  • The Resignators - See You In Hell

    Als sich die Resignators damals im Jahre 2005 gegründet haben, dachte niemand, dass sie mit ihrem Stil irgendwo Erfolge verzeichnen könnten. Ein Jahr später stand man schon im Studio und nahm die erste EP „Offbeat Feeling“ für Sony/BMG auf. Nach etlichen Touren rund um den Globus erblickt nun endlich das erste Full-length Album „See You In Hell“ via Stomp Records das Tageslicht. Produziert wurde es von Alex Gigure von The Beatdown höchstpersönlich.

    Australien an sich war ja schon immer ein Sammelsurium an guten, hierzulande weniger bekannten Bands. „The Resignators“ hätten fast alles im Petto um eine einwandfreie, verdammt gute Scheibe zu machen. Ihre zu Beginn sehr erfrischend wirkende Spielweise von Skapunk, welche stark geprägt ist von einer immensen Liebe zu Psychobilly und Anleihen von Funk vorweisen kann, erscheint nach ein paar Durchläufen jedoch viel zu verkrampft und uninspiriert.

    Schuld dafür ist hauptsächlich der sehr monotone, glattgebügelt und nach einer Weile sogar nervende Gesang. Zwischendurch sorgen langsamere Stücke wie „Sins Of The Father“ zwar für ein wenig Abwechslung, bei „64 Reasons Why“ wird’s sogar noch poppig mit zweistimmigem Gesang, jedoch ist man im Endeffekt froh, dass The Resignators gesagt haben, was sie für wichtig hielten und dabei nicht einmal die dreissig Minuten Grenze überschritten haben. Die Scheibe wurde gut produziert, jedoch müssen The Resignators in Sachen Songschreiben wie auch Gesang nochmals über die Bücher.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 4
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  • Charlotte Parfois - Komödie

    „Merde à la chanson français.“ Mit einem Beatboxintro, dröhnt das erste Gesangsfragment aus den Boxen, abgerundet mit einem dadaistisch angehauchten Klangteppich was sich dem Hörer schliesslich als ausgetüftelte Soundcollage offenbart. Immer wieder wird das Französische Lied verflucht bis sich aus dem Beck’schen Beat ein sehr hoch gesungener Chor herausfiltriert der bis zur Verstummung des ersten Songs „Somewhere Over The Rainbow“ wiederholt. Was von „Qu’ils se Taisent“ am Schluss hängen bleibt, ist dass man Französische Lieder hassen sollte.

    Charlotte Parfois, so der Name dieser Welschen Band, legen mit Komödie ihr drittes Album vor. Es wird eine paranoide, sehr seltsame Verschmelzung aus diversen Stilrichtungen geboten, wobei man damit sehr viele Ähnlichkeiten, wenn auch auf einem komplett anderen Niveau, mit Beck aufweist. Komödie hört sich an als hätte eine dadaistische Kunstschule auf dem Nachhauseweg von einem langen, ernüchternden Workshop über Französischen Chanson ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Beck und Tom Waits. Bei „Guitare Spectrale“ wird sogar noch instrumentaler Surf Rock à la Ennio Morricone geboten. So verstörend das ganze Bild auch wirkt, genauso hört sich diese Scheibe an. Zum Abschluss dieser vierzig Minuten wird mit „Arabisch“ ein Mani Matter Song in einem genau so verwirrenden Klangspektrum dargeboten.

    Ehrlich gesagt, glaube ich kaum, dass Charlotte Parfois irgendein Zielpublikum ansprechen wird. Ob die Gesellschaft für Musik dieser Art überhaupt bereit ist? Komödie hört sich an wie das Endprodukt der Do-It-Yourself-Dada-Gedicht-Beschreibung. Man nimmt einen Zeitungsartikel, schneidet jedes Wort einzeln aus, wirft alles in ein Couvert, legt die Wörter genau so nebeneinander wie man sie herausnimmt und schon hat man sein eigenes dadaistisches Gedicht. Charlotte Parfois machte dasselbe einfach mit Klängen. Komödie ist deshalb prinzipiell keine schlechte Scheibe, nur erscheint das Gesamtwerk ermüdend, da man schlichtweg mit viel zu vielen Schnipseln zur selben Zeit bombardiert wird. Charlotte Parfois legen damit leider nur ein durchschnittliches Werk vor, welches in meinem CD-Regal verstauben wird.

    Eric a.k.a. keingerede

    Der Videoclip zu Y croyez-vous war einst Videoclip der Woche bei SF2. Zur Erläuterung wie sich das ganze anhört, könnt ihr ihn hier ansehen:

    Rated 6
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  • Roy "Mr. Symparip" Ellis - The Boss Is Back

    Roy Ellis wurde in Kingston, Jamaica geboren und startete seine Karriere in einem Chor einer Baptisten Kirche. Jimmy Cliff und Bob Marley zählten zu seinem Freundeskreis. Im England der Sechziger begründete er mit seiner Band Symarip, welche einige Male unter anderem Namen auftraten, die Skinheadreggaeszene. 1966 wurde er schliesslich von Laurel Atiken höchstpersönlich entdeckt welcher ihm auch gleich zwei Songs schrieb und produzierte. Seit den Achtzigern lebt er in der Schweiz und ist Staatsbürger. Im Januar beehrte er das Zürcher Dynamo und kurz darauf erschien seine neuste Scheibe „The Boss Is Back“ via Liquidator Records.

    Obwohl die Eckpunkte eines solch bewegten Lebens durchaus vielversprechend sind, waren die Erwartungen an diese Scheibe dann vielleicht doch zu gross. „The Boss Is Back“ wurde keine herausragende oder gar lebensverändernde Scheibe des Mr Symarip, trotzdem jedoch ein weiterer Silberling im Backkatalog der sich sehen lassen kann.

    Die Hörerschaft erhält facettenreichen Ska, Reggae vermischt mit jazzigen Untertönen, Soul und Funk. Klingt eigentlich alles vielversprechend und gut, als Mr Symarip bei „I Won’t Let Go Your Love“ jedoch einen auf Tom Jones’ Sexbomb macht und dabei den Song mit abgeänderten Lyrics von Isaac Hayes’ „You Don’t Know Like I Know“ beginnt, es jedoch als seinen eigenen Song auf der Rückseite des Artworks deklariert und später noch Amanda McBroom’s „The Rose“ covert, erscheint einem die Scheibe auch nicht mehr als das gelbe vom Ei. Schade eigentlich, denn abgesehen von diesen zwei sonderbaren Nummern, welche das Gesamtkunstwerk in ein gänzlich negatives Licht werfen, werden die restlichen zehn Perlen auf diesem Album bestimmt das Herz der Skagemeinde erobern.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 6
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  • Favez - En Garde

    Seltsam, dass kaum jemand in der Schweiz Favez zu kennen scheint und die Lausanner Rockband im Ausland wesentlich grösser ist als in ihrem Heimatland. Sogar hier in England scheinen sie einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht zu haben. Wie dem auch sei. Nach einer über zehnjähriger Bandkarriere in der man im Stande war jede einzelne Scheibe anders klingen zu lassen, erscheint nun endlich das siebente Studioalbum unter dem Namen Favez (früher hiessen sie Favez Disciples)

    Auch nach einer solch langen Geschichte, hören sich Favez immer noch extrem frisch an. Man hat das musikalische Spektrum zwar nicht sehr viel erweitert, war jedoch zumindest im Stande die verschiedenen Klänge längst vergangener Zeiten miteinander zu verschmelzen. „En Garde“ könnte man am besten als eine Mixtur aus „Bellefontaine Avenue“, „Old And Strong In The Modern Times“ und „Bigger Mountains And Higher Flags“ beschreiben.

    „Tearing Down The Highway“ ist ein typisch schneller Rocksong wie man ihn von Favez kennt und erinnert stark an die vorletzte Scheibe. Bei „Living in The Past“ kramen Favez „A Sad Ride On The Line Again“ Zeiten hervor und vermischen es mit Zeitgemässem Indierock. Mit „Closet Astronaut“ bringen Favez aufgrund der Gesangstechnik Parallelitäten zu „Everywhere is Home“ von The Shell zum Vorschein. Steven Wilson von Procupine Tree sagte einmal, dass er es liebe wunderbare harmonische Songs aufzubauen und anschliessend die schönen Melodien mit Lärm zu zerstören. Genau diese Note wollte man wahrscheinlich bei „A Silent Man“ unterstreichen, denn nach einem wunderbaren leisen Aufbau, scheint die anschliessend einsetzende Gitarre recht aggressiv und zerstört jegliche Harmonie des Songs. „The Kids“ ist der bisher poppigste Song in der Geschichte dieser Band. Schon nach dem ersten Durchlauf scheint es, aufgrund eines sehr ekstatisch dargebotenen Gesangs, unmöglich den Refrain wieder aus dem Gehörgang zu bringen. Internet porn? I like it! I like it! Bands with animal names? I love it! I Love it! Making your mother proud? I hate it! I hate it!

    Am Schluss gibt es einen Track der zu Begin ein wenig an “Time To Waste” von Alkaline Trio erinnert, jedoch wenn das Schlagzeug einsetzt sich eher wie „Time“ von Pink Floyd anhört. Der Track baut am Ende dieser Scheibe enorme Spannung auf, lässt den Hörer jedoch hilflos im nirgendwo sitzen.

    Favez bewiesen mit „En Garde“, dass auch im Jahre 2011 der beste Schweizer Underground Rock aus Lausanne kommt. Selten blieb sich eine Band dermassen Treu wie Favez, entwickelte sich trotzdem weiter, liess sich weiterhin von anderen Bands beeinflussen und hörten sich nach einer über Zehnjährigen Bandkarriere dermassen frisch an!

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • WHEN CAME APRIL - The Colour Of Remains

    Drei Jahre sind vergangen, seit diese Walliser „Comparing Scars“ auf die Schweizer Musikszene losliessen. Nun sind sie mit ihrer neusten Scheibe „The Colour Of Remains“ zurück. In dieser Zeit hatten sie einige Konzerte im Vorprogramm von namhaften Bands, so auch an der Basler Ausgabe der Taste Of Chaos Tour und konnten sich so schon einmal einen Namen in der Szene machen. When Came April pflegt einen Musikstil zu spielen der hauptsächlich wegen der Gesangsart teilweise schwer einzuordnen ist. Irgendeine Art Hardcore-Punk mit Emo Einflüssen. Hardcore-Punk aus dem Grund, dass der Sänger eher eine raue Stimme hat, jedoch nicht schreien kann.

    „The Colour Of Remains“ hört sich viel dynamischer und ausgereifter an als der letzte Output, ausserdem merkt man, dass sich die vielen Konzerte gelohnt haben, denn es harmoniert alles viel besser als zuvor. Der einzige Kritikpunkt bei When Came April bezieht sich auf den Gesang. Während der Gesang des Leadsängers eher an vollkommenes Chaos als an Harmonie erinnert, da er verschieden Gesangsarten dermassen krass vermischt, könnte man fast gänzlich auf den Backgroundgesang, der sich noch schräger anhört, verzichten. Trotzdem ist im Gegensatz zur letzten Scheibe eine Steigerung zu erkennen.

    Kurz: Die Band hätte eigentlich Potenzial, setzt es jedoch leider in den Sand durch den enttäuschenden Gesang.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 4
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  • Superspy - III

    „When are we able to smell sound?“ Obwohl es manchmal von Vorteil wäre, bin ich froh nicht an Synästhesie zu leiden, sonst hätte ich kontinuierlich den fauligen Geschmack, den die neue Superspy abgibt, in der Nase.

    Es heisst ja alle guten Dinge sind drei, was eigentlich auch der Grund war, weshalb Superspy ihre neuste Scheibe so nannten, was sie jedoch wirklich dabei dachten, ist mir ein Rätsel. Man wechselte den Stil von Skapunk à la „Save Ferris“ zu etwas „anspruchsvollerem“ Rock mit Bläsereinsätze. Es hört sich ein wenig an wie wenn man Brainless Wankers mit Redwood oder Mood verschmelzen wollte.

    Grundsätzlich haben sie dabei wenig falsch gemacht. Nur wenn man die Zeit bedenkt die sie zur Aufnahme dieser Scheibe brauchten, ist das Endprodukt eher mittelmässig. Man benötigte fast fünf Jahre um sechs Songs auf ein Album zu packen, wobei einer einfach auf zwei verschiedene Weisen arrangiert ist. Das Positive am Ganzen ist, dass der Gesang wesentlich verbessert wurde, jedoch erscheint das Werk viel zu flach aufgenommen und die Songs kommen zu wenig aus sich heraus. Das Abmischen hat leider den Grossteil an Spass den man an dieser Scheibe gehabt hätte weggenommen. Schade, denn diese Band könnte es eigentlich viel besser.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 4
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  • Skafari - The Real Thing

    Skafari wurde 1999 von ein paar Ska-Freunden der Bündner Szene als Hausband des Safari Beat Clubs (Palazzo) in Chur gegründet. Ihr Debüt „Still Wild And Thirsty“ verkaufte sich dermassen gut, dass es innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft war. Fünf Jahre später erscheint nun endlich der Nachfolger und ihr Debüt wurde vor kurzem Nachgepresst.

    Ab dem ersten Ton von Paradise, im Original von Phil Collins, kann man sich in etwa vorstellen wie energiegeladen es an den Shows von Skafari zu und her geht. Was Me First And The Gimme Gimmes für den Punkrock ist, wird Skafari, sofern sie öfters Alben veröffentlichen, wohl bald für den Ska sein, zumindest in der Schweiz. In eher untypischem Gewand präsentieren uns diese Bündner Whitesnake, Steve Miller, Boney M, Beatles oder Frank Zappa Interpretationen wie man sie noch nie zuvor gehört hat.

    Neben schnellem Skapunk mit Doublebass Einsätzen und Reggae kommt immer wieder Swing zum Vorschein, was unweigerlich eine Parallelität zu „Atomic Fireballs“ zur Folge hat. „Fründa Us Graubünda“ ist der einzige Originalsong. Er wurde von Frontmann Mike Muzzarelli geschrieben und beschreibt seine Liebe an Calanda und das Bündnerland.Am Schluss gibt’s mit „Shame And Skandal“ eine schweizerdeutsche, leicht abgeänderte Version eines alten Sir Lancelot Songs, den Madness ähnlich interpretiert haben.

    Mit dieser Scheibe verhält es sich in etwa wie mit dem Rockstar Magazin. Wer das Rockstar viel zu ernst nimmt und es deshalb scheisse findet, wird mit dieser Band auch keinen Spass haben. Wenn man jedoch beim Einlegen dieses Silberlings das Hirn abschaltet um sich einfach einmal berieseln zu lassen und Spass zu haben, wird mit einem Werk mit sehr hohem Spassfaktor belohnt, ob dieser lang anhaltend ist, sei dahingestellt.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 6
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  • Alaska - Will That Be Enough

    “As long as I don’t fail to see/ How many times I failed to be/ Someone you can count on/ Will that be enough?” Bei Alaska ist es anders. Auf Alaska kann man sich verlassen! Obwohl es scheint als wäre „Something In Between“ erst gerade erschienen, sind doch knapp zwei Jahre vergangen seit sie den riesigen Eisblock damals im Zürcher Dynamo zum schmelzen brachten und ihn zum Schluss zerstörten. Während die letzte Scheibe im Schatten des Debüts stand und fast durchwegs monoton ausfiel, laufen Alaska bei „Will That Be Enough?“ zur Höchstform auf und veröffentlichen ihre bisher reifste Scheibe.

    Nach eigener Aussage machen Alaska Soul-Ska, jetzt jedoch mit noch mehr Soul. Wer die älteren Releases kennt, muss beim Hören dieser Scheibe hemmungslos zustimmen, denn es kommt alles viel frischer als je zuvor rüber, die Texte sind ehrlicher und man hört wie verdammt viel Liebe zur Musik von jedem einzelnen Mitglied zum Endprodukt beigetragen wurde. Wer jedoch ein Song mit solchem Ohrwurmcharakter wie „Mr. Boogaloo“ sucht, wird ihn in dieser Form nicht finden. Songs wie „Hungry“, „Friend“ oder „The City’s Waking Up“ sind zwar durchaus Ohrwürmer, nur überzeugen sie mit einem komplett anderem Charme. „Hungry“ besticht den Hörer viel mehr durch den Backgroundgesang, der hier wie aus der Kanone geschossen kommt, während „Friend“ kaum jemanden ruhig sitzen lässt und andere Songs wie „The City’s Waking Up“ durch ihr Erzähltempo überzeugen.

    Alaska setzen dieses Mal auf grössere Instrumentalpassagen und besseres Songwriting, weshalb sie immer mehr an eine Verschmelzung der One Night Band mit den Slackers erinnern. Das einzig negative ist, dass am Schluss der bittere Beigeschmack bleibt, dass die letzten paar Songs nur noch als Füller fungieren um das Album abzurunden und während am Backgroundgesang gefeilt wurde, hat sich an der teilweise etwas anstrengenden Gesangsart des Sängers kaum etwas getan.

    „Will That Be Enough“ stellt den Höhepunkt des bisherigen Schaffens dieser Zürcher Band dar. Obwohl sie mit dieser Scheibe das Rad nicht neu erfinden, überzeugt es in voller Länge, Abwechslung wird wesentlich grösser als zuvor geschrieben und die hartgesottenen Fans wissen spätestens mit dieser Scheibe, dass auf Alaska einfach Verlass ist.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • None More Black - Icons

    Bis vor kurzem war es nicht klar ob es je wieder eine neue None More Black Scheibe geben wird. Jason Shevchuk beschloss vor zwei Jahren, dass er lieber ein neues Projekt (LaGrecia) in Angriff nehmen wird und None More Black stattdessen auf Eis legt. Nun nach einem kurzzeitigen Hiatus sind None More Black, vier Jahre nach dem letzten Output „This Is Satire“, endlich mit einem neuen Studioalbum zurück.

    In diese Zeit hat sich nicht wirklich viel geändert bei None More Black. Ihr Drummer wurde durch Richard Minino von New Mexican Disaster Squad ersetzt und Icons ist somit das Debüt mit neuem Schlagzeuger. Im Gegensatz zu den älteren Scheiben, scheint Icons viel dynamischer und auch gehörfälliger. Jason Shevchuk rotzt seine Zeilen immer noch wie gehabt runter und passiert auf diese Weise Lawrence Arms mit Hardcore Einflüssen.

    Wer sich mit dieser Band bereits angefreundet hat, weiss was ihn hier erwartet, bei allen anderen wird es höchste Zeit sich auf diese grandiose Scheibe einzulassen. PunkRock in einer Form wie er von fast keiner anderen Band mehr runtergerotzt wird – persönlich, rau, mitreissend und poppig zugleich. Icons schlug durch seine Genialität fast jede andere Scheibe in diesem Jahr.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • The Caroloregians - Funkify Your Reggay

    Man stellt sich vor die Aggrolites fahren an einem wunderbaren Abend durch eine Grossstadt. Überall Grüne Welle, doch plötzlich müssen, sie aufgrund eines nicht grün werdenden Lichtsignals, abrupt auf die Bremse treten. Gezwungenermassen können sie nichts anderes als dieselbe Passage immer und immer wieder zu spielen.

    Und genau so hören sich The Caroloregians an! Als wenn den Aggrolites die ganze Spielfreude und Energie abhanden gekommen wäre. Im Gegensatz zu den Aggrolites bleibt nur zu sagen wo sie Funk Einflüsse haben, kommen bei den Caroloregians Soul Einflüsse zum Vorschein und anstatt einen mitreissenden Gesang, kommt man während den 33 Minuten grösstenteils Instrumental über die Runden. „…As I Run The Innersection“ hat zwar irgendeinen Text, jedoch hört sich der Gesang eher danach an als hätte ihr Sänger ernstzunehmende Magenkrämpfe. Wenn die 33 Minuten vorbei sind, freut man sich eher dass es endlich dass Ende ist und man die Scheibe zur Seite legen kann, sofern man dann noch nicht eingeschlafen ist.

    Vielleicht waren die Caroloregians früher etwas besser, ich kann es leider nicht vergleiche, jedoch ist Funkify Your Reggay immerhin schon ihre dritte Scheibe…Generell hätte ich ja nichts gegen wirklich langsame Musik wie diese, nur braucht sie dann irgendwo einen gut platzierten Ausgleich, welchen den Hörer wirklich verblüfft und aus den Socken haut. Wahrscheinlich sind sie dafür Live der totale Kracher, wer dies auf die Probe stellen will, kann sie morgen in der Grabenhalle bestaunen im Vorprogramm von Russkaja.

    Eric

    Rated 2
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  • Mellowtoy - Pure Sins

    Mellowtoy sind eine Metalband aus Italien. Bisher konnten sie reichlich Erfahrung sammlen als Supportact von Grössen wie Disturbed, Papa Roach, Alter Bridge und Fear Factory. Pure Sins versucht mit Gästen wie Daray Brzozowski von Dimmu Borgir oder Fedi von Cataract zu überzeugen.

    Ihre Musik kann als Mischung der oben genannten Bands angesehen werden. Kaum irgendwelche Innovation, am Schluss gibt’s das Standard Akustikstück (welches mittlerweile bei keiner Band dieser Sparte als Abrundung des Albums fehlen darf) und am Schluss muss man sich persönlich eingestehen und fragen weshalb man sich das überhaupt angetan hat.

    Mittlerweile gibt’s zirka 1000 Bands da draussen die sich ähnlich anhören wie Mellowtoy, jedoch mit wesentlich mehr Innovation glänzen können.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 4
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  • Admiral James T. - War Is Over And I've Won

    Wenn hier jemand keine Einleitung braucht, dann der Admiral. Lange hab ich mich geweigert seine Alben anzuhören, ich hatte immer nur im Hinterkopf, dass da irgendwo dieser verdammte Synthesizer ist, der den ganzen Spass kaputt macht. Irgendwann bekam ich „War Is Over And I’ve Won“ in die Hände, dabei dachte ich mir nicht viel und ohne grosse Erwartungen legte ich die Scheibe einmal ein…

    Es war im Vorfeld schon bekannt, dass er keine richtige Band hat, jedes Instrument selbst spielt und sich auf keinen Fall in eine Schublade stecken lässt. Gibt es eine Stilrichtung die er nicht spielen kann? Country, Pop, Punk, Rockabilly, einfach alles findet man auf dieser Scheibe.

    Der einzige Kritikpunkt ist, dass der Hörer schnell überfordert ist, an der enormen Vielfalt an Stilen. Somit braucht die Scheibe enorm viele Durchläufe bis irgendetwas hängen bleibt.Da ich mich irgendwie nie für seine Alben interessiert habe, kann ich keine Vergleiche zu früheren Veröffentlichungen aufstellen. „War Is Over And I’ve Won“ hingegen ist mit einer Achterbahnfahrt mit verbundenen Augen vergleichbar. Man ahnt nie was als nächstes kommt, es bleibt stets aufregend und wenn der ganze Spass vorbei ist, kann man nicht anders als sich erneut auf das Abenteuer einzulassen.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • The Beatdown - The Beatdown

    Der Winter steht vor der Tür, es wird langsam wieder kälter und eine Kanadische Band sorgt dafür dass es uns so richtig warm ums Herz wird. Das trauern um die Trennung der One Night Band hat endlich ein Ende, denn nun steht das erste Album von The Beatdown in den Startlöchern. Ihr erstes Album ist in jeglicher Hinsicht besser als sämtliche Veröffentlichungen der One Night Band.

    Glücklicherweise brauchen sie kein ellenlanges Intro welches sowieso nie auf den Punkt kommt oder andere grossartige Soundeffekte, man legt die Scheibe ein, kann sich zurücklehnen und wird gleich zu Beginn besänftigt mit „It’s Alright…“. Bei „One Night“ lauert die erste Überraschung. Im Gegensatz zu anderen Bands die Oldschool Ska mit Reggae und Soul Einflüssen spielen, kommt hier gezielt eine Mundharmonika zum Einsatz. Während sich beim Beginn von „Let Me Take You Out“ der markante Bass in den Gehörgang sämtlicher Hörer drängt, der von dem lieblichen Klang der Mundharmonika begleitet wird, gibt der Sänger Alex Giguère ein versöhnendes „I know life’s not easy. I see it in your eyes. Tonight it’s all on me, let me take you out tonight.” von sich. Der Titeltrack entzückt mit einer sehr dominanten Orgel und überzeugt erneut mit grossartigen Texten. „I never walk, I never walk. I ain’t scared to fight you and your own confusion. It’s not you that’s gonna keep me from going my way. It’s not you that’s ever gonna stop me.”

    Wer schon von der One Night Band überzeugt war, wird hier regelrecht vom Hocker gehauen. The Beatdown veröffentlichen mit ihrem gleichnamigen Debut eine abwechslungsreiche Scheibe, die vor allem auch wegen dem untypischen Einsatz einer Mundharmonika, verdammt erfrischend wirkt.

    Eric a.k.a. keingerede

    AUSSERDEM VERLOSEN WIR DREI TICKETS FÜR DIE SHOW IN BRUGG NÄCHSTEN FREITAG

    Rated 10
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  • The Brains - Undead Nation

    Wer hat in diesen Breitengraden schon jemals zuvor etwas von The Brains gehört? In Kanada wurden sie vom Montreal Mirror zur Punkband des Jahres erkoren, bekamen massig Airplay mit ihren Videoclips und gewannen schon diverse Indie Music Awards. Ist die Welt bereit für drei Untote mit den Namen “Rene D La Muerte”, “Colin The Dead” und “Franck O Brain”? Wer Zombie Nation gehört hat, weiss weshalb sie es sein muss! Leech Records, welche das Album in Europa veröffentlichen, haben mit The Brains endlich wieder eine verdammt gute Band in dieser Musikstilrichtung unter Vertrag!

    Bei dieser Scheibe hat man sich Valle, Matt, Stein und Andy von den legendären Mad Sin, Mitglieder von den Bloodsucking Zombies From Outer Space und Rezurex zur tatkräftigen Unterstützung mit ins Boot geholt. The Brains bleiben ihrer Herkunft Quebec treu und so kommt es, dass sich auf „Zombie Nation“ neben 13 rasanten Tracks auf Englisch noch ein Französischer vorfindet. „Apres Cette Nuit“ irritiert am Anfang ein wenig, aber irgendwann muss man mit Entsetzen feststellen, dass sich die Französische Sprache wirklich verdammt gut macht mit einem messerscharfen Bass im Hintergrund umhüllt von feinstem Psychobilly. Als Abrundung gibt es am Schluss noch den Depeche Mode Klassiker „Enjoy The Silence“ in komplett neuem Gewand.

    Das überwältigende an Zombie Nation ist die Vielfalt. Ob poplastige Songs wie „I Don’t Care“ oder „We Gotta Go“, dem zum Tanz auffordernde „Sweeter Than Wine“ oder „As I Stand“ welches mit Punkrock Einflüssen glänzt, The Brains können alles und auch noch verdammt gut! Wenn die 37 Minuten Grenze erreicht ist, wurde der Hörer aufgeklärt und er weiss dann, dass er keinesfalls ohne diese grandiose Scheibe, welche uns alle in Zombies verwandeln wird, weiterleben kann.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • Pueblo Criminal - Bang Gang

    Die SKA-P Aufschrift auf dem Cover führte zu meiner Fehlassoziation, dass Pueblo Criminal die neuste spanische Ska Sensation sei. In Wirklichkeit stammen sie jedoch, ob man es nun glauben mag oder nicht, aus Zürich. Damals begann man als CHLAMBRÜD, eine fünfköpfige Hardcore-Formation, jedoch wurde aufgrund einer musikalischen Neuausrichtung die Band stetig vergrössert. Vor vier Jahren nahm man, unter Mithilfe des Produzenten Tony Lopez, der schon SKA-P Alben produzierte, die Aufnahmen für ein erstes Studioalbum in Angriff. Vier Jahre später stand Bang Gang endlich in den Regalen. Erfahrungen die man damals mit den CHLAMBRÜD sammeln konnte, wurden mit Reggae, Ska, Punkrock und Latinelementen verschmolzen. Die Erfahrungen im Hardcorebereich kommen vor allem im letzten Track „Ride The Globe II“ in Form von Ska-untypisch harten Riffs zur Geltung.Bang Gang ist eigentlich ein verdammt starkes erstes Studioalbum, vier Jahre in der Produktion sorgten dafür, dass kein einziger Füller auf dem Album ist, nur kann sich auch nach etlichen Durchgängen kein Song aus der Masse herauskristallisieren. Tracks wie „Mordido Por El Tiempo“ zwingen einen sicherlich das Tanzbein zu schwingen, hauen jedoch kaum jemanden vom Hocker. Als Debüt muss man dennoch den Hut vor diesen Zürchern ziehen. Wer sich von ihren Livequalitäten überzeugen will, kann sie als Support von Ska-P am 4. Dezember in Winti bestaunen.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 8
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  • Sainte Catherines - Fire Works

    Vier Jahre sind seit „Dancing For The Decadence“ vergangen. Mittlerweile sind diese Kanadier auch nicht mehr bei Fat Wreck unter Vertrag, sondern bei Anchorless Records. In diesen vier Jahren startete man das Countryprojekt „Yesterday’s Ring“. In diesem Jahr wurde die letzte Show davon gespielt und die Band liegt mittlerweile auf Eis. Es wäre wohl intelligenter gewesen, hätte man sich mehr auf diese hier vorliegende neue Scheibe konzentriert.Das letzte Album konnte noch mit Punkrock und verdammt rauem Gesang überzeugen, dieses setzt zwar genau da wieder an, nur hört es sich total belanglos an. Diese Belanglosigkeit, bei der die Hörer das Gefühl haben es handle sich um nur einen Song, haltet bis nach der sechsten Nummer an. Wenn die Mundharmonika bei „Back To The Basement That I Love“ einsetzt, laufen diese Kanadier zu Höchstform auf und bei „Maggie And Dave“ bringen sie gekonnt Larry Arms Einflüsse zum Vorschein. Bei der ersten Hälfte hört sich fast jeder Song identisch an, die zweite jedoch überzeugt mit einer Vielschichtigkeit die man von dieser Band gar nicht gewohnt ist. Was mit einer todlangweiligen Belanglosigkeit anfing, endet mit Hymnischem Punkrock wie er sein sollte!

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 6
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  • The Slobbers - Beating Your Pants Off

    Drei Jahre nach der Gründung der Slobbers erscheint nun endlich ihre erste EP, welche auf den selbstsicheren Titel „Beating Your Pants Off“ hört, was auf gut Deutsch soviel heisst wie „Jemand um Längen schlagen“. Ob das Absicht war oder doch bloss ein Versehen? Denn das Albumcover ziert eine Frau mit heruntergelassenem Höschen. Umso sarkastischer scheint der erste Track „We Suck“. Live können Slobbers in voller Länge überzeugen. Ob es auch auf Platte funktioniert?

    The Slobbers machen Skapunk wie ihre Vorbilder Reel Big Fish, nur hört sich die Spielart dieses Schaffhauser Kollektivs viel erwachsener an. Die Bläsereinsätze kommen wie aus der Kanone geschossen, das Basssolo in „Don’t Call“ könnte besser nicht sein und der Gesang hört sich an als wolle man sich an den Rude Tins orientieren.

    Zugegebenerweise, der Silberling hört sich längst nicht so flach an wie bei anderen Schweizer Skabands. Mathias Muggli hat einen einwandfreien Job gemacht, so hört sich „Beating Your Pants Off“ verdammt dynamisch an und jedes Instrument kommt zur Geltung, während bei anderen meistens die Bläsersektion oder die Klampfen total Überhand gewinnen. Zudem war man im Stande mit Tracks wie „Favorite Human“, „Maybe“ und „Don’t Call“ richtige Ohrwürmer zu schreiben. Klingt eigentlich alles sackstark, oder? Nur irgendetwas fehlt. Schliesslich sind es ja auch Sieben Songs auf der Scheibe.

    Nach den ersten Durchgängen muss man leider noch immer feststellen, dass neben dem Refrain dieser drei Songs rein gar nichts hängen geblieben ist. Es hört sich alles total verkrampft und erzwungen an, als ob man mit allen nötigen Mitteln dafür kämpft dem Albumtitel gerecht zu werden. Schade eigentlich, denn Live hat kaum eine der hiesigen Skabands das Feuer, welches sie erzeugen und im Stande sind es aufs Publikum zu übertragen.

    Eric a.k.a keingerede

    Rated 6
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  • The Freak And The Teacups - Where Is My Tea?

    Danko Jones beklagte sich einmal in einem Interview mit dem Visions Magazin. Weshalb muss Musik immer einen tiefen Sinn ergeben? Warum kann sie nicht einfach nur Spass machen? „The Freak And The Teacups“ existieren zwar schone eine Weile, müssen das aber wohl ernst genommen haben. „If you want to visit your neighbour or go to the bathroom you can’t take the train, you can’t take the train, cause the distance is far too little.” Während sich die Teacups auf eine musikalische Reise quer durch die Sechziger begeben und dabei den Geist von Deep Purple und Jimi Hendrix heraufbeschwören, gibt der Freak bekloppte Texte von sich welche sich um Fahrräder, Tee und das Reise mit Zügen handeln. Diese Aargauer haben es erreicht. Musik ohne Tiefgang, jedoch mit verdammt hohem Spassfaktor zu schreiben, genau wie es Danko Jones damals gefordert hat. Leider ist der Spassfaktor von kurzer Dauer und aufgrund von zu wenig Abwechslung landet diese Scheibe dann doch wieder im CD-Regal zum verstauben.

    Eric

    Rated 6
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  • sharks - Show Of Hands

    “How pathetic this must sound to someone who doesn't even know he's bored of this townTry to make sense of what happens next I'll wait bored on settled ground” Der Trend wie Bruce Springsteen zu klingen, sich trotzdem noch punkig anzuhören und seine Hardcorewurzeln zum Vorschein zu bringen ist ja wirklich nichts Neues. Gaslight Anthem haben schliesslich seit vier Jahren Erfolg damit. Sharks sind so eine Band. Mit Show of Hands bringen sie ihre erste richtige EP auf den Markt. Ihre Musik ist zwar nichts Neues, da es ein gutes Dutzend Bands da draussen gibt, die sehr ähnlich klingen wie sie und sich nur durch kleine Feinheiten zu ihnen unterscheiden. „Trains“ erinnert am Anfang ein wenig an eine poppige Version eines Gallows Tracks, „It All Relates“ hört sich fast gleich an wie „Poetry Of The Deed“ von Frank Turner und „Three Houses“ klingt nach einer Gaslight Anthem B-Side. „Show Of Hands“ ist eine gute EP, nur bietet es leider nichts auf was man nicht verzichten könnte. Sharks wäre eine grossartige Band und die Songs hören sich auch verdammt gut an, leider reicht das allein nicht. Potenzial wäre eigentlich genug da, nur fehlt es hier reichlich an Innovation.

    Rated 4
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  • Street Dogs - Street Dogs

    Das neue Street Dogs Album ist wieder ein absoluter Überflieger! Die CD ist mit 18 melodischen sing-along Street-Punk Songs bestückt, bei denen man gleich beim ersten Hören nicht nur mitsingen will, sondern muss. Wer schon die alten Street Dogs Scheiben kennt, wird von dieser begeistert sein. Dies gilt ebenso für Fans von Bands wie The Briggs und den Dropkick Murphys .

    Einziger Kritikpunkt ist die Spieldauer der Platte. Nach bereits 40 Minuten ist der Spass vorbei. Naja, zum Glück gibt's ja die Repeat-Taste am Player wink

    by DJ Celli (04.10.2010)

    Rated 10
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  • Venerea - Lean Back In Anger

    One Louder scheint vor einer halben Ewigkeit erschienen zu sein. Venerea sind nun endlich zurück. Vier Jahre nach ihrem bis dato besten Album, zwei Jahre nach den mehr als grossartigen „Black Beach Recordings“ versuchen sie sich nochmals zu übertreffen. Das schöne daran ist, dass, während sich die meisten Bands die in den Neunziger noch Melodycore zu spielen pflegten wie es eben Venerea oder die Satanic Surfers taten, auflösten, diese Schweden jedoch noch immer die selbe Mucke spielen wie damals. Könnte eigentlich auch negativ verstanden werden, wer aber Weiterentwicklung in diesem Genre erwartet, liegt sowieso falsch. Die einzige Veränderung zu vor vier Jahren ist in der Besetzung, denn am Schlagzeug sitzt neuerdings Rodrigo, der frühere Satanic Surfers Drummer. Mitreissende Hymnen einer schwedischen Band die ein Genre pflegen das fast komplett von anderen Trends überrollt wurde und deshalb innerhalb der Szene nicht mehr so gross Anklang finden wird wie auch schon. „Lean Back In Anger“ hätte vielleicht das nötige Potenzial diesem fast vergessenen Genre zu einem Revival zu verhelfen, wäre die Laufzeit nicht unter dreissig Minuten, denn alles andere haben diese vier Schweden richtig gemacht. Ein weiteres grossartiges Werk von Venerea, das sich problemlos mit „Losing Weight, Gaining Ground“ messen kann.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 6
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  • The Nutcutters - Clyde

    Zig Jahre nach dem kommerziellen Durchbruch von glattgebügeltem PopPunk wie ihn Blink 182 und Konsorten zu pflegen spielen, lassen Nutcutters ihr Debut auf die Massen los. Weshalb das? Für ein Revival ist es noch zu früh. Sind sie in Wirklichkeit Berner und dadurch einfach viel zu langsam um zu realisieren, dass diese Musikbewegung vor Jahren gänzlich verschwunden ist? Ist die Wiedervereinigung von Blink 182 Schuld für all das? Was der Konsument hier zu hören kriegt, hat man leider schon etliche Male zuvor gehört. Das ganze Werk erinnert stark an die Tage als „California Dreaming“ von Toxic Guineapigs noch rauf und runter gespielt wurde. Nutcutters sind Live klasse und können in voller Linie überzeugen. Was sie hier abliefern ist jedoch weit davon entfernt. Das Endprodukt hört sich total uninspiriert an und wirkt dadurch total langweilig. Würde dem Hörer mehr Abwechslung geboten werden und hätte man es nicht schon tausend Mal gehört, wäre dies hier eine Top Scheibe, denn es ist glasklar das in den Jungs von Nutcuttters ein grosses Talent steckt welches mit diesem Silberling sicherlich nicht ausgeschöpft ist.

    Eric a.k.a. keingerede

    Rated 4
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  • Astpai - Heart To Grow

    Astpai haben mittlerweile eine Achtjährige Karriere auf dem Buckel. Mit Heart To Grow, welches auf dem deutschen Label Ass-Card Records erschien, könnten sie es nun endlich geschafft haben. Ass-Card Records ist für viele aufkommende, grossartige Bands dieses Genres verantwortlich (Tribute To Nothing, Red Tape Parade, Metroplex,…) und mutiert immer mehr zu einer Art NoIdeaRecords aus Dortmund. Mit Astpai haben sie einmal mehr bewiesen, dass sie ein gutes Gespür für junge, aufstrebende Bands mit allerhöchstem Zukunftspotenzial haben. Irgendwer sagte einmal: „Wer Elemente von einem Musiker oder einer Band alleine klaut ist ein Dieb. Wer sich jedoch an Elementen von diversen Musikern oder Bands bedient, betreibt Recherche.“Genauso ist es auch bei Astpai. Sie filtrieren das Beste von den Szenengrössen des Amerikanischen Orgcores heraus und verschmelzen ihre sehr prägnanten None More Black und Kid Dynamite Einflüsse zu ihrem eigenen Stil der ab und zu sogar noch an Off With Their Heads oder Nothington erinnert. Der einzige Minuspunkt ist die viel zu kurze Spieldauer von nur 35 Minuten und das doch sehr an Kid von Living End erinnernde Intro zu Southwards. Dem Hörer wird mit Heart To Grow eine sehr abwechslungsreiche Scheibe mit dreizehn hochstehende Orgcore Hymnen geboten, welche bei den Fans der oben genannten Bands sicherlich Anklang finden wird.

    Eric ( keingerede )

    Rated 8
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  • Flogging Molly - Live At The Greek Theatre Double-CD+DVD

    Eine der besten Folkpunkbands neben den Dropkick Murphys bringen endlich ihr erstes Live Album auf den Markt.

    Rated 6
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