2 grandiose Ska/Reggae Openairs: This is Ska und Riverside Stomp!
Im Juni gibts in Deutschland gleich 2 sehr empfehlenswerte Ska/Reggae- Festivals die beide mit ihrem hochkarätigen Lineup überzeugen.
Das Riverside Stomp geht am 2. Juni in die 8. Runde und ist auch in diesem Jahr „a day to remember“. Acht Stunden Live-Open-Air und Allnighter ab Mitternacht mit einer stattlichen Anzahl feinster Ska/Rock Steady/Reggae und Soulbands sowie legendärer Stars aus Jamaika.
Lineup:
Bobby Sixkiller (F)
Prince Perry & The Gladstones (CDN)
8 6 Crew (F)
One Droppers (I)
Rude Rich & The Highnotes (NL)
Dennis Alcapone & Winston Reedy
Aftershow Allniter with:
Dukes Of Skazzard (B)
Commander K
Peanut Vendor
Mehr zu Riverside Stomp Open Air 2012 - 2. Juni, 9 Bands, Tickets bei www.festivalhopper.de
16. Rosslauer Skafestival am 22. und 23. Juni 2012 auf der Wasserburg Rosslau
Freitag
- Port Royal (D)- Leo & The Line Up (DK)- The Offenders (IT)- King Hammond (UK) with the Saloon Soldiers (D)- The Magic Touch (D)- Roy Ellis (JAM) with the Magic Touch (D)- Mark Foggo (NL)
Samstag
- Babayaga (D)- Jokerface (IT)- The Valkyrians (FIN)- Oxo 86 (D)- The Branlarians (F)- Twotoneclub (F)- Babylove and the Van Dangos (DK)- Mr. Review (NL)- The Caroloregians (B)- Lee Perry (JAM) with the Caroloregians (B)$- Buster Shuffle (UK)
Letzten Samstag 31.03 war ich wieder mal auf einem Konzert in der Kulti in Wetzikon und ich kann euch sagen, da war gewaltig was los! Die Bude war bis auf den letzten Platz gerammelt voll und die 4 Bands des Abends sorgten für eine famose Stimmung. Neben viel Reggae und Ska von den Lokalmatadoren Kaschtaman, den Bündnern von Nguru und den Baslern von Schwellheim sorgte die Gipsy Punk Band Palko!Muski für wahre Ekstase und Tanzwut. Besonders die letztgenannten haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch wenn ich persönlich mehr auf Schunkel - Ska und orgelgeschwängerte Reggae-Sinfonien stehe...die Jungs waren echt top und haben mich wieder wie 16 fühlen lassen. Im Tanz-Chaos habe ich es aber doch noch fertiggebracht ein Video zu machen und die Impressionen einzufangen.Der Event war übrigens eine Wohltätigkeitsveranstaltung für ein Kinderheim in Indien. Bei den Besuchermassen wird da sicher auch schön was zusammengekommen sein;)
Eben auf Celli's Plattenteller: Mari Elliot - Silly Billy
GTO Records - 1976
erstellt am 01.04.2012
Tickets zu gewinnen
Das Kiff in Aarau stellt uns freundlicherweise 2x2 Tickets für den Jamaikaner Cali P und die Schweden von Movits! zur verfügung. Viel Glück beim Wettbewerb;)
erstellt am 26.03.2012
Celli empfiehlt: The Singing Loins - The Pub on the Corner
Irish Folk? nööööö, english Folk!
erstellt am 25.03.2012
Diesen Samstag im Merkker : Die ungarische Combo Pannonia Allstars Ska Orchestra
Am Samstag betritt ein ganz grosser Leckerbissen der europäischen Skaszene den Schweizer Boden:
The Pannonia Allstars Ska Orchestra
aus Ungarn. Mit ihrem Gemisch aus Ska, Reggae, Dancehall und Balkan wissen die 11 Jungs das Publikum zum Tanzen anzutreiben.Mit ausverkauften Shows in Osteuropa wird es auch endlich wieder Zeit die Ungaren bei uns zu begrüssen (letztes mal am Ska is Dead 2010 im Dynamo).
Diese Show darf man sich nicht entgehen lassen!
Kulturlokal Merkker Baden
Doors: 21:00
Support: Annunciation (Rockin' Ska from Baden)
Afterparty: DJ Alan Ford (Balkanekspress)
P.S: wer das Orchestra schon am Nachmittag begutachten will, der soll in die Stadt Baden kommen, sie werden da von 13:00 bis 16:00 Strassenmusik machen
Celli empfiehlt: Shannon and the Clams - Sleep Talk
Das will ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Die Garage-Rocker aus Oakland haben mit dem Album Sleep Talk meiner Meinung nach DAS Album 2011 produziert! Hier gleich der gleichnamige Titelsong
erstellt am 14.03.2012
Isa goes to...
Mazine Rebellion Tour 2012
Das Kofmehl in Solothurn hat immer wieder ein gutes Händchen, was das Booking von grossen HC - Touren betrifft. So machten am 12. März mit der Mazine Rebellion Tour einige grossartige Bands Halt: Strenght Approach, First Blood, Deez Nuts, H2O und Madball.
Grosse Touren haben für mich immer positive, sowie auch negative Seiten. Einerseits sieht man für wenig Geld sehr viele gute Bands, andererseits spielen diese jeweils viel zu kurz. So hätte ich vor allem First Blood gerne noch länger gesehen - für mich eine Hardcore - Band, wie sie im Bilderbuche steht und von deren Sorte es viel mehr geben sollte: Treibend, brachial, authentisch. Eine Band, die in ihrer Attitüde und ihren Texten das Motto "Hardcore is more than music" ernst nimmt und umsetzt - und für Hardcore - Verhältnisse nicht einmal (zu sehr) in der klassischen Macker - Haltung verharrt. Ebenfalls erfreulich war zu sehen, dass das antifaschistische Engagement der Band nicht bei klaren Aussprachen bleibt, sondern auch ein Solishirt besteht, dessen Einnahmen vollständig an die "Good Night White Pride" - Kampagne gehen. Eine Band die, episch gesprochen, mein Herz im Flammen zu versetzen vermag und auch den Pit zum Kochen brachte.
Deez Nuts und H2O bildeten einen guten Übergang zu Madball mit leichterer, unbeschwerterer, aber auf keinen Fall minder überzeugendere Musik. Madball als Headliner wiederum zeigten sich energiegeladen und mit einer so hohen Intensität wie eh und je, was sich wiederum auch auf den Pit übertrug.
Getrübt wurde der Abend leider dadurch, dass einige Personen mit eindeutig rechtsextremen Tätowierungen entdeckt wurden - ein Phänomen, das ja vor allem aus Osteuropa bereits bestens bekannt ist, von mir in der Schweiz allerdings nie realisiert wurden. Zumal auch die NSHC - Szene hierzulande aufgrund mangelnder Bands im Stile von Moshpit oder Path of Resistance doch eher klein zu sein scheint. Madball gehört zu den Bands, welche sich schon immer klar gegen Nazis an ihren Konzerten ausgesprochen haben. So wurde dann auch auf die antifaschistischen Parolen eines Teils des Publikums von der Band mit der Aussage, dass sie keine Nazis an ihren Konzerten wollen, es doch aber bitte ruhig bleiben solle, reagiert. Zurückhaltender und zaghafter, als dies anhand der gemachten Aussagen in einem Film der Prager Antifa über Nazis im Hardcore hätte erwartet werden können, insgesamt aber doch verständlich und adäquat. Ein Vorwurf soll also Madball an dieser Stelle sicherlich nicht gemacht werden. Eher noch dem Grossteil des Publikums, welche die Situation mit "Musik und Politik haben nichts miteinander zu tun" abtaten: Denn Hardcore ist eben mehr als Musik - oder sollte es zumindest sein...
Insgesamt ein Abend voller wahnsinnig grossartiger Konzerte von guten bis hin zu fantastischen Bands mit leider einigen anwesenden Personen, deren Einstellung nichts mit der Subkultur zu tun hat und deren Grundgedanken sogar zuwiderlaufen.
In First Bloods Worten: Good Night White Pride, Worldwide Hardcore Pride!
Gestern Abend (9.März) war ich wieder einmal an einem Ska-Konzert in Brugg im Piccadilly, wo die Band Redska ihr neues Album vorstellten. Der Abend begann mehr oder weniger gut mit der Band Outlaw welche ihren Anarcho-Punk zum Besten gaben. Noch nicht ganz ausgereift, aber dennoch anhörbar! Einfach Punk in die Fresse rein. Dann nach einer kleinen Pause begann die italienische Ska-Punk Band Redska. Ich habe sie schon ein paar mal gesehen und muss einfach sagen, sie werden immer besser und besser und besser... Guter Ska-Punk mit guten gesellschaftskritischen Texten. Die wenigen Leute (wieso auch immer...) die da waren, gingen ab wie Sau. Es war wieder mal ein guter Abend um sich eine gute Band anzuhören und mit ein paar Bierchen ins Wochenende zu starten...
Da der SKAlender mehr oder weniger im Winterschlaf ruht wird hier nun eine neue Rubrik gestartet wo sich (hoffentlich) auch die anderen Mitglieder der Skalender Crew daran beteiligen und ihre Konzerterlebnise mit euch teilen werden. (Dann heisst es dann auchz.Bsp. Flo goes to....)
Ich war am letzten Samstag im Merkker Baden beim Konzert des Italienischen Ska-PosaunistenMr. T-Boneund seiner Band The Young Lions.Der vielseitige Musiker der schon mit vielen Grössen der Ska und Reggae Szene gespielt hat zündete ein wahres Feuerwerk und die Leute goutierten es mit frenetischem Applaus. Ich selber habe ihn auch zum ersten mal Live gesehen und war durchaus überrascht über seine Vielseitigkeit. Neben Ska und Early Reggae gab es einige Swing und Rock&Roll Klassiker zu hören die richtig schön interpretiert wurden.
Schade nur das so wenig Leute den Weg nach Baden gefunden haben...an der Musik hat es sicher nicht gelegen.
Veranstaltet wurde das ganze übrigens von unserem SKAlender AdminFL0 der schon seit ein paar Jahren aktiv die Ska und Reggae Szene in der Schweiz supportet.
Scheiss auf die ganzen Sing- und Songwriter die sich meist sowieso gleich anhören. Scheiss auf diesen verdammten Hype. Dachte sich wahrscheinlich „Hello Piedpiper“ der uns mit seiner tröstenden, einfühlsamen Stimme einen warmen, kaleidoskopisch wirkenden Einblick in seine Welt offenbart, die sich wie eine Kollaboration zwischen Neil Young und dem leider viel zu früh verstorbenen Nick Drake anhört. Bei diesem Kölner klingt nichts aufgezwungen oder verkrampft.
Was hier geboten wird ist ruhige, ungeschminkte und verdammt ehrliche Folkmusik, so als würde er sich nicht dafür interessieren was andere von diesem Album halten, solange er sein Ding auf seine Art und Weise durchziehen kann. Sei es mit Pfeifen, seinem Fingerpicking oder seiner unverwechselbaren Stimme, die Lieder über Proteste, Gedichte und über Tage an denen man am liebsten alles hinschmeissen würde, gehen zwar aufgrund der konventionellen Art, wie man es heutzutage in diesem Genre nicht mehr wirklich zu pflegen scheint, nicht so schnell ins Ohr wie bei anderen Interpreten, jedoch werden die traurigen Klänge von „Birdsongs = Warsongs“ wesentlich schneller von der Seele absorbiert und irgendwann kann man nicht mehr genug davon kriegen.
„Hello Piedpiper“ liefert ein sympathisches Debut ab das zu den kalten Tagen die draussen herrschen nicht besser passen könnte und ist näher bei Neil Young als bei Bob Dylan anzusiedeln.
Wer gefallen an der Scheibe findet, sollte sich auch mal "The Head or The Heart" aus Seattle anhören.
Heute kam die schockierende Nachricht, Leech-Music macht dicht! Hier das Statement von Benno:
Hola
Heute ist so ein Tag, der eigentlich nie hätte kommen sollen.
Ich habe mich entschlossen, nicht mehr für die Leech Redda Music GmbH zu arbeiten.
Der Onlineshop wird Ende August vom Netz genommen und darum startet nun ein grosser Ausverkauf!
50% Rabatt auf viele Artikel unseres Sortiment bis Ende Juni.In der 50% Rabatt Sektion findet ihr unseren Skateshop, die Aufkleber, Aufnäher, die Poster, die Buttons, DVDs und diverse Accessoires - viele dieser Artikel haben wir ja nur noch einmal hier.....
Im July wird die 50% Rabatt Sektion zur 60% Rabatt Sektionund im August sogar zur 80% Rabatt Sektion!
20 Jahren nach dem ersten organisierten Konzert kann ich nur sagen:Ich werde Euch vermissen!!!
Und ich kann nur 1000000..... Mal danke sagen!Es wird eine Ära zu Ende gehen, welche ich nie vergessen werde.Danke Euch allen für den grossen Support.
Da wir nun jeden Monat die Rabatte erhöhen, ist jetzt Dein Pokerface gefragt!Warten auf den Monatswechsel oder doch zuschlagen?Ich will die Zähne knirschen hören!
Take care und viel Spass auf der Schnäppchen-Jagdund vielleicht ist es auch an der Zeit wiedermal jemand zu beschenken
Benno
PS: Flo und ich werden die Labels Leech Records und 808 Records in unserer Freizeit weiterbetreiben.
Der Skatalites Drummer Lloyd Knibb starb am 12. Mai im Alter von 80 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er erkrankte auf der Brasilientour. Zuhause in Amerika diagnostizierten die Ärzte Leberkrebs und sagten ihm, dass er nur noch ein paar Tage zu leben hätte.Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden.
Der berühmte sowjetische Psychologe Pavel Semenov sagte einmal, dass die Reorganisation der bereits bekannten Umwelt, um etwas Neues zu kreieren, Kunst sei und dass das eine Art sei wie der Mensch seinen Wissensdurst stille. Samu Project ist mit einem impressionistischen Gemälde vergleichbar. Würde man leidenschaftslos und kalt agieren, so könnte man sagen, sie machen Indie und vermischen diesen mit Folk. Dahinter steckt jedoch viel mehr.
Mal kommen ruhige Norah-Jones-ähnliche Songstrukturen zum Zug und im nächsten Moment wird man überrumpelt von schnellen, prägnanten und funkigen Basslines während fies im Hintergrund andauernd diese afrikanischen Perkussionsinstrumente lauern. Diese Badener machen es niemandem einfach bei solch einer Unmelodik und einer immensen Vertracktheit. Dabei zeigen sie noch standardisierten Songstrukturen die kalte Schulter. Nicht zu vergessen, dass auch noch die Instrumentalisierung aufs minimale reduziert wurde, was es leider noch viel schwerer macht sich mit dem Werk anzufreunden.
Samu Project ist am ehesten mit Impressionismus oder Kunst generell vergleichbar, weil sie dermassen abstrus sind, dass sicherlich nicht jedermann warm wird damit und, wie bei einem Van Gogh Gemälde, muss man wohl eine gewisse Distanz davon entfernt sein, bis sich das Ganze als ein Gesamtkonzept offenbart. Wer sich eine Kopie von „Far From Going Home“ ergattert, begibt sich auf eine unkonventionelle Reise, wird es jedoch, wenn er sich darauf einlässt und sich viel, sehr viel Zeit nimmt, keinesfalls bereuen, denn sie machen alles anders durch die Zerstörung von alten Traditionen. Alle anderen werden davon nur von einem penetranten Kopfweh geplagt sein.
Das Skinhead-Reggae-Revival erreichte nun auch Spanien! At Low Fyah ist das Debüt einer jungen, aufstrebenden Band aus Santander (Spanien), welches auf Liquidator Records erschien und von Roberto Sanchez produziert wurde. Nach etlichen Konzerten in Spanien, dem Sieg am Cantabrian Young Music Contest 2009 und einem Auftritt am bedeutendsten Reggae Festival Europas, dem Rototom Sunsplash Festival 2010, erschient nun endlich der langersehnte Longplayer der Smooth Beans. Nebst spürbaren jamaikanischen Wurzeln, experimentierte man mit einem zusätzlichen Perkussionisten um das mediterrane Lebensgefühl zu unterstreichen. Daraus entstanden zehn treibende wie auch rhythmisch hervorragende Eigenkompositionen bei denen es einem direkt warm ums Herz wird. Smooth Beans setzen alles auf Reggae bis hin zu Rocksteady oder auch Uptempo-Ska. Obwohl Sie die Latte mit ihrem Erstlingswerk recht hoch setzen, bleibt da noch ordentlich Raum für Innovation. Die zehn Perlen halten das mediterrane Feuer aufgrund einer unterschwelligen Eintönigkeit leider doch nur auf Sparflamme.
Am 21. Juni erscheint in Amerika unter dem Titel Anthology ein 4 DVD-Set von Less Than Jake. Darauf sind sämtliche Alben in voller länge zu finden, die man im Rahmen ihrer kurzen Florida Tour vor fünf Jahren gefilmt hat. Folgende Alben wurden gespielt: Pezcore, Losing Streak, Hello Rockview, Borders and Boundaries, Anthem und In with the Out Crowd. Ob und wann das DVD Set in Europa erscheint, ist noch ungewiss.Das Artwork gibt es hier.
erstellt am 03.05.2011
"Selbstüberschätzung als Grund für die Krise der Musikindustrie"
Als ich vor ein paar Jahren meine Selbstvertiefungsarbeit zum Thema „Untergang der Musikbranche“ schrieb, wollte ich Interviews mit den vier Dinosaurier EMI, SonyBMG, Warner Music und Universal machen und ihre Ansichten mit denen der kleineren Indies vergleichen. Ich liess mich vollkommen vom „Kulturkampf Musik“ , einem Beitrag in einer Visions Ausgabe, inspirieren. Jedoch antwortete mir nur Warner Music und füllte meine Interviewfragen aus. Zwei meldeten sich nicht und einer schickte eine E-mail mit einem Wort, das die Lage der Branche rechtfertigen sollte, zurück: „SELBSTÜBERSCHÄTZUNG“. Wie man das interpretieren sollte, ist spätestens sei John Niven's "Kill Your Friends" bekannt.
Bei Warner war es vermutlich auch Selbstüberschätzung als die damalige EMO Welle die Welt in Angst und Schrecken versetzte und man bei Gallows eine neue Geldquelle sah. Man bot ihnen kurzerhand eine Million Pfund an um ein Album aufzunehmen (Grey Britain). Diese nahmen das am billigsten produzierte Album auf, das alles andere als massentauglich (aber geil!) war. Mit dem Übriggebliebenen Geld betourte man die ganze Welt. Es ist anzunehmen, dass die schlechten Verkaufszahlen der Scheibe der Grund war, weshalb Gallows am Anfang des Jahres wieder auf der Strasse standen und kein Label hatten. Frontmann Frank Carter sagte darauf dem Guardian nur "We are the British music industry’s biggest mistake."
Vor ein paar Wochen veröffentlichte die NZZ hier einen Beitrag über die Entstehung der Charts in der Schweiz und wie die vier Riesen die Hörerschaft manipulieren. Man nimmt keine Band eines Independent Labels auf, stimmt untereinander ab welche Künstler aufgenommen werden, welche gehört werden sollten von den Leuten die sich dadurch beeinflussen lassen und machte gar Selbsteinkäufe um die eigene Band in die Charts zu bringen.
Als ich das las, kam mir ein Zitat von Virgil Dickerson, der Inhaber von Suburban Home Records, in den Sinn: "I often think about how different my life would be without my discovery of independent music; man it would have sucked. I think a lot about what separates us (supporters of independent artists/labels) from the people who mindlessly listen to commercial radio who find themselves glued to the television to watch reality television and enjoy the experiences other people are having and not experiencing anything new themselves."
Mit dem Music Promotion Network (MPN) schoss man jetzt jedoch den Vogel ab. Da die Major Labels immer weniger Umsatz mit CD Käufen machen, will man jetzt dass Radiostationen und Musikjournalisten zahlen. Sei es für Songs, Interviews oder anderes. Man will somit das Geld bei den kleinen wieder holen. Den ganzen Beitrag gibt es hier nachzulesen.
Das schlimmste jedoch ist die Meldung vom Palace in St. Gallen: Das Konzert von Jamie Woon muss unter haarsträubenden Umständen kurzfristig abgesagt werden. Was offiziell als «unforeseen circumstances» schöngeredet wird, hat folgenden Grund: Obwohl sämtliche Verträge für das Konzert längst unterschrieben sind, verweigert Jamie Woons Label UNIVERSAL MUSIC die Mitarbeit an kleineren Shows (in der Schweiz alles abseits von Zürich). Ein No-go, das sich nur die Mächtigsten erlauben können. Nachdem sich Major Labels unlängst mit unabhängigen Radiostationen (toxic.fm, …) und Plattenläden (RecRec Zürich) angefeindet haben, sind nun also auch Konzertlokale an der Reihe.
HÖRT TOXIC.FM UND UNTERSTÜTZT DEN RECREC IN ZÜRICH!
Ihr wundert euch vielleicht weshalb es hier auf dem Skalender.ch so wenige Rezensionen gibt. Auf der einen Seite sind wir ein kleines Team und jeder hat seinen eigenen Aufgabenbereich, andererseits sind viele grosse Künstler auf Sublabels von irgendwelchen Majors. Diese schickten uns entweder gar keine Antwort auf unsere Anfragen, wir bekamen nur digitale Dateien in mieser Qualität, Links wo man sich die Alben im Internet anhören kann oder gar 30 Sekunden Clips. Dateien wären eigentlich kein Problem, nur müssen sie dann in guter Qualität sein und nicht 32kb/s. Andernfalls weigere ich mich diese zu rezensieren. Auf die Frage weshalb man das so machen würde, hiess es nur, dass man Kosten sparen muss. Trotzdem erhielten wir sogar von Kanada und Arizona Pakete mit physischen Tonträgern, jedoch nicht aus dem nahegelegenen Ausland! Ein Mitarbeiter von Warner Music der mir damals die Fragen beantwortete, wunderte sich über die schlechte Haltung gegenüber Major Labels. Wundert es euch?
In absehbarer Zukunft steht die Musikindustrie vor einem viel grösseren Problem, denn bald laufen die Urheberrechtsfristen, die nur 50 Jahre gültig sind, für Musik von Künstler wie die Beatles ab. Dann kann jeder der will Beatles Platten pressen. Die EU will die Frist jedoch auf 70 erhöhen. Aber was dann? Irgendwann wird jeder diese Platten pressen können und dann stehen die Majors vor dem Ruin, sofern man keine Lösung finden kann.
Der Skalender.ch hat glücklicherweise eine gute Zusammenarbeit zu diversen kleinen nationalen wie auch internationalen Independent Labels. Viele Dank dafür Alain, Stephan, Benno,...! Da bleibt nur noch eins zu sagen: „Zu Beginn möchte ich euch sagen, was Punk nicht ist – er ist keine Mode, keine bestimmte Art sich anzuziehen, keine vorübergehende Phase vorhersehbarer Rebellion gegen die Eltern, nicht der neuste „coole“ Trend und auch nicht eine bestimmte Lebensform oder ein Lebensstil. In Wirklichkeit ist Punk eine Idee, die dir den Weg durchs Leben zeigt und dich motiviert. Die bestehende Punk-Gemeinschaft existiert, um diese Idee durch Musik, Kunst, Fanzines und andere Ausdrucksformen persönlicher Kreativität zu unterstützen und zu realisieren. Und was beinhaltet diese Idee? Denke selbstständig, sei du selbst, nimm nicht einfach das, was die Gesellschaft dir anbietet, schaffe deine eigenen Regeln, lebe dein eigenes Leben.“ – Mark Anderson, Flugblatt Positive Force, 1985, aus Craig O’Hara’s buch „The Philosophy of Punk“
Falls ihr an meiner Arbeit darüber interessiert seid findet ihr diese hier, obwohl es mehr ein Lobgesang an Vinyl ist. Dabei sind Interviews von Martin Schrader (Redda Music) und auch Archi Alert von Destiny Tourbooking (ehemals bei Terrorgruppe).
Ellwood veröffentlich am 21. Juni mit "Lost In Transition" endlich ihr Debüt via Fat Wreck Chords. Schon vor drei Jahren wurde es als Ska/Reggae Nebenprojekt von Mad Caddies Sänger Chuck Roberston angepriesen. Ob in diesem Jahr noch die neue Mad Caddies Scheibe erscheinen wird, an der schon lange gearbeitet wird, ist nicht bekannt. Artwork und Tracklist findet ihr hier.
Werdet hier Fans von Face To Face und hört zwei Songs des am 6.6. erscheinenden neuen Albums "Laugh Now, Laugh Later" an! Die Scheibe erscheint via People Like You Records. Im August steht eine ausgewogene Europatour an! Somit wird vielleicht endlich der abgesagte Gig von 2002 in der Remise nachgeholt (hohoho)."Laugh Now, Laugh Later" ist ihre erste Scheibe nach der Reunion vor drei Jahren. Wer Face To Face nicht kennt, sollte sich einmal das Debut "Don't Turn Away" von 1992 anhören!
Hier ihr grösster Hit:
erstellt am 21.04.2011
360°
Ein Review eines Hip-Hop Albums auf Skalender?! Ja, bei „360°“ von Churchhill ist dies durchaus angemessen. Schon alleine deshalb, weil Churchhill noch nie eine typische Hip – Hop Crew war. Unter anderem auch deshalb, weil die Songs mit Livemusikern eingespielt werden, welche teilweise auch an Konzerten mit von der Partie sind. Zudem bezieht die Band auch andere Genres in ihr musikalisches Werk ein. So zeichnete sich das Album „Mueterchue“ vor allem durch rockige Elemente aus, während „360°“ stark durch Reggae-Beats geprägt ist, aber auch poppige, rockige und verspielte Elemente sind vorhanden. Und in „Schoggichueche“ findet sich auch noch einen von Soul geprägten Refrain, welcher vom Gamebois-Sänger Benjamin Kasongo gesungen wird. Einen gewissen „Rundumblick“ der musikalischen Bandbreite bietet „360°“ damit sozusagen. Während andere Bands versuchen, dies doch einheitlich zu verpacken und so in ein komplettes Chaos geraten, gelingt es Churchhill alles unter einen Hut zu bringen und als Band doch unverkennbar zu bleiben. Nur wenige Tracks fallen komplett aus dem Raster, so beispielsweise der Track „66“, welcher äusserst verspielt ist. Dies ist allerdings auch nicht schlimm, das Unerwartete und Überraschende machen dieses Album ja schliesslich spannend.Auch was die Texte anbelangt wird einiges geboten: So wird fundierte Kritik an Unterhaltungsmedien (Fernweh & 66), einer „übersexualisierten“ Gesellschaft (Oversexed) und dem jetzigen System (180°) geäussert. Besonders hervor sticht für mich hierbei „Faith No More“, worin der Glaube und die Demokratie, sowie die aufgrund dessen „legitimierten“ Kriege angeprangert wird. „Universell“ wiederum ist ein sehr gelungenes Liebeslied an die Musik und das mit dem Reggasesänger „Dodo“ aufgenommenem Lied „Tropfschtei“ vermag wie der Song „Weisch was?!“ von Mueterchue das Gefühl vermitteln, dass zusammen etwas erreicht werden kann. Insgesamt ist „360°“ ein durchweg gelungenes Album geworden und umso grösser wird die Vorfreunde auf die Plattentaufe, welche diesen Samstag (23.04.) im Dachstock Bern stattfindet.
Rated 8
erstellt am 21.04.2011
Conviction 1&2
"I don’t care what you do! I don’t care what you say! Fuck your narrow path! I’m gonna go my own way!" Man kann Gift darauf nehmen, dass er dies tun wird, denn Jason Devore machte bisher nichts anderes mit Bands wie The Bollox oder Authority Zero. Während andere Sänger irgendwelchen Solokarrieren nacheifern und sich zum Grossteil nur dem Country und Bluegrass verschreiben, kommt zumindest aus Arizona ein weiteres Meisterwerk einer etwas anderen Sorte. Was diesen Songwriter von anderen unterscheidet ist, dass er seine Elvis Einflüsse wie kein anderer zum Vorschein, in einem mit Reggae ummantelten Song, bringen kann, The Pogues covert und noch nachdenkliche, gutgeschriebene Balladen im Petto hat.
Conviction I: The Smoke House Sessions offenbart sich als sonniges Feuerwerk das ganz im Zeichen von Acoustic Rock vermischt mit einem Hauch Reggae steht. Gezündet wird dies vom turbulenten Opener „Stranded“ welcher von einem erstklassigen Refrain und der wohl rockigsten Gesangslinie der ganzen Scheibe getragen wird. „Hazy Daze“ macht genau da weiter und huldigt zwischenzeitlich Elvis. Zur Besinnung gibt es Songs wie „Wait“, „Forward From Yersterday“ und „Old Weather Face“. Bevor es mit „Sister Song“, einem Stück das sich anhört als würde ein neuer Tag nach einer durchzechten Nacht anbrechen, zum Abschluss kommt, gibt es mit „Dirty Old Town“ noch ein Pogues Klassiker, der leider durch den Backgroundgesang etwas lächerlich rüberkommt. Abwechslung wird so gross geschrieben, dass sich jeder Song komplett anders anhört und dadurch kein einziger Song wirklich heraussticht. Dem ganzen Werk hört man an, dass sich Jason Devore die Seele aus dem Leib singt und einfach alles gibt.„Conviction I“ ist der perfekte Soundtrack für einen langen Sommerabend.
Anspieltipp: Covert Operation
Fünf Jahre später erscheint nun seine zweite Soloscheibe Conviction II: The Crooked Path. Der Einstiegstrack „The Crooked Path“ setzt genau da an, wo man damals vor fünf Jahren aufgehört hat. Erneut wird versucht den Hörer mit einem rasanten Track zu Beginn für sich zu gewinnen und erneut klappt es auf Anhieb. Der grösste Unterschied zur ersten Scheibe ist wohl, dass fast gänzlich auf irgendwelche Elvis-Hommagen verzichtet wird und Jason Devore in Sachen Songwriting hier zur Höchstform aufläuft, dabei noch dynamischer wirkt, auch wenn die raue Seite vom ersten Teil ein wenig fehlt. Während es beim ersten Teil noch schien als hätte man all diese verschiedenen Einflüsse mit Tesafilm verbunden, fand man jetzt endlich einen Weg diese kompakt zusammen zu präsentieren. Das treibende „New Orleans“, das langsame und sanfte „Hey Kid“ oder das nachdenkliche „Turn The Page“ bleiben noch lange nach dem verklingen des letzten Tons von „Young And Numb“ im Gehörgang sitzen. Dieser Silberling wird dem launischsten aller Gemüter ein Lachen ins Gesicht zaubern. Im Gegensatz zum ersten Teil, wirkt „The Crooked Path“ musikalisch wesentlich optimistischer, auch wenn teilweise der Eindruck von Fernweh mit Zeilen wie „Wake me in the morning, my soul will keep flying away“ entsteht.
Hier einen Einblick wie sich das Album in etwa anhört:
“Crazy nights filled with desire, hazy daze getting down, getting higher, searching for the days that we’d finally get it all figured out.” Die beiden Conviction Teile stehen für einen erstklassigen Songwriter der nicht nur musikalisch auf der Suche nach sich Selbst ist. Neben Authority Zero und The Bollox, ist dies hier sicherlich sein kreativstes aller Projekte. Da man leider ausser Authority Zero hierzulande keinem seiner Projekte je grosse Beachtung geschenkt hat, sind die Alben ausschliesslich über Operation Records erhältlich. Die Mischung aus Acoustic Rock, Elvis und Reggae Einflüssen die hier geboten wird braucht sich keinesfalls hinter anderen Singer/Songwritern, die in der Szene ein wenig mehr angesehen sind, zu verstecken. Wer Authority Zero sowieso schon grossartig findet, sollte hier unbedingt einmal reinhören. Aufgeschlossene Hörer finden hier zwei grossartige Alben für lange Sommerabende.
Was machen befreundete Musiker, bewaffnet mit Akustik Gitarren und einer Vorliebe für irischen Folk nach ein paar Pints Murphys? Als Jason Devore (Authority Zero) und Keith Walker (Last Action Zeros) damals im Herbst 2007 nach einer spontanen Jamsession bereits drei Songs geschrieben haben, wussten die beiden noch nicht, dass daraus später noch ein ernsthaftes Projekt werden sollte.
Zwei Jahre später erschien ihr Debüt via „Operation Records“. Man wollte Musik machen ohne abhängig von irgendwelchen Majorlabels zu sein, dabei irische, ehrliche Musik die in Pubs gespielt wird und von Herzen kommt auf einem Album vereinen. Im Gegensatz zu anderen Band die diese Art von Musik spielen, hat bei The Bollox nur ihr Bassist irische Wurzeln, er realisierte dies jedoch auch erst nachdem er der Band schon zugestossen war. Alle anderen haben laut Band nur ein irisches Trinkverhalten und lieben die Stimmung und die Ehrlichkeit dieser besagten Musik.
Nach dem kurzen instrumentalen „Shinannagans“ geht es bei „The Brothers The Bollox“ , „Welcome To Bastards Bay“ und „Tura Lu“ ordentlich zur Sache. Es wird, wie aus einer Form gegossenen, irischen Folk mit schnellem Punkrock wie man ihn von Authority Zero her kennt, geboten. Mit dieser Mischung aus rasantem Punkrock und melancholischen, ruhigeren Passagen, die sehr an eine schnelle Pogues Version erinnern, schafft es diese Band sich an die Spitze des Irischen-Pub-Punks zu spielen. Die drei Gitarren, wobei zwei davon akustisch sind, sorgen für noch mehr Abwechslung. Das ganze wird vom zweistimmigen Gesang dieser beiden Herren getragen, wobei Hauptsongwriter Walker dumm da stehen würde, müsste er die Songs allein singen. Auch wenn die Parallelität zu Dropkick Murphys und Flogging Molly naheliegend scheint, hört sich ihr Debüt glücklicherweise dennoch anders an und nicht wie eine 0815 Abkupferung davon. Da bleibt nur zu hoffen, dass da noch mehr auf diesem Niveau kommen wird und sich The Bollox endlich einmal hier in Europa blicken lassen! Da überkommt einen direkt die Lust auf ein kühles Murphys…
Am Samstag 9. April findet die vierte Ausgabe des Hicktown Festivals statt! Mit Dabei: Gewapend Beton, UPS, Cheap Noise, Unveil und Nofnog.Schwingt euer Tanzbein auf der Aftershowparty mit dem umwerfenden DJ Blackbird!
Preis: VVK: 15.- Abendkasse: 20.-
mehr Infos auf www.hicktown-festival.ch
Ort: Grabenhalle
Zeit: Samstag, 9. April 2011 19:30
erstellt am 06.04.2011
See You In Hell
Als sich die Resignators damals im Jahre 2005 gegründet haben, dachte niemand, dass sie mit ihrem Stil irgendwo Erfolge verzeichnen könnten. Ein Jahr später stand man schon im Studio und nahm die erste EP „Offbeat Feeling“ für Sony/BMG auf. Nach etlichen Touren rund um den Globus erblickt nun endlich das erste Full-length Album „See You In Hell“ via Stomp Records das Tageslicht. Produziert wurde es von Alex Gigure von The Beatdown höchstpersönlich.
Australien an sich war ja schon immer ein Sammelsurium an guten, hierzulande weniger bekannten Bands. „The Resignators“ hätten fast alles im Petto um eine einwandfreie, verdammt gute Scheibe zu machen. Ihre zu Beginn sehr erfrischend wirkende Spielweise von Skapunk, welche stark geprägt ist von einer immensen Liebe zu Psychobilly und Anleihen von Funk vorweisen kann, erscheint nach ein paar Durchläufen jedoch viel zu verkrampft und uninspiriert.
Schuld dafür ist hauptsächlich der sehr monotone, glattgebügelt und nach einer Weile sogar nervende Gesang. Zwischendurch sorgen langsamere Stücke wie „Sins Of The Father“ zwar für ein wenig Abwechslung, bei „64 Reasons Why“ wird’s sogar noch poppig mit zweistimmigem Gesang, jedoch ist man im Endeffekt froh, dass The Resignators gesagt haben, was sie für wichtig hielten und dabei nicht einmal die dreissig Minuten Grenze überschritten haben. Die Scheibe wurde gut produziert, jedoch müssen The Resignators in Sachen Songschreiben wie auch Gesang nochmals über die Bücher.
Frank Turner hat so eben das Artwork zu England keep My Bones und einen neuen Song veröffentlicht.
Vor ein paar Tagen haben wir noch das Livevideo vom Reeperbahnfestival gepostet... hier nun die fertige Studioversion des Songs "I Am Disappeared" mit passendem Artwork!
Desweiteren hier eine normale Aufnahme des Songs Eulogy..Wobei hier nicht sicher ist ob der Song auf dem Album landet
erstellt am 29.03.2011
Komödie
„Merde à la chanson français.“ Mit einem Beatboxintro, dröhnt das erste Gesangsfragment aus den Boxen, abgerundet mit einem dadaistisch angehauchten Klangteppich was sich dem Hörer schliesslich als ausgetüftelte Soundcollage offenbart. Immer wieder wird das Französische Lied verflucht bis sich aus dem Beck’schen Beat ein sehr hoch gesungener Chor herausfiltriert der bis zur Verstummung des ersten Songs „Somewhere Over The Rainbow“ wiederholt. Was von „Qu’ils se Taisent“ am Schluss hängen bleibt, ist dass man Französische Lieder hassen sollte.
Charlotte Parfois, so der Name dieser Welschen Band, legen mit Komödie ihr drittes Album vor. Es wird eine paranoide, sehr seltsame Verschmelzung aus diversen Stilrichtungen geboten, wobei man damit sehr viele Ähnlichkeiten, wenn auch auf einem komplett anderen Niveau, mit Beck aufweist. Komödie hört sich an als hätte eine dadaistische Kunstschule auf dem Nachhauseweg von einem langen, ernüchternden Workshop über Französischen Chanson ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Beck und Tom Waits. Bei „Guitare Spectrale“ wird sogar noch instrumentaler Surf Rock à la Ennio Morricone geboten. So verstörend das ganze Bild auch wirkt, genauso hört sich diese Scheibe an. Zum Abschluss dieser vierzig Minuten wird mit „Arabisch“ ein Mani Matter Song in einem genau so verwirrenden Klangspektrum dargeboten.
Ehrlich gesagt, glaube ich kaum, dass Charlotte Parfois irgendein Zielpublikum ansprechen wird. Ob die Gesellschaft für Musik dieser Art überhaupt bereit ist? Komödie hört sich an wie das Endprodukt der Do-It-Yourself-Dada-Gedicht-Beschreibung. Man nimmt einen Zeitungsartikel, schneidet jedes Wort einzeln aus, wirft alles in ein Couvert, legt die Wörter genau so nebeneinander wie man sie herausnimmt und schon hat man sein eigenes dadaistisches Gedicht. Charlotte Parfois machte dasselbe einfach mit Klängen. Komödie ist deshalb prinzipiell keine schlechte Scheibe, nur erscheint das Gesamtwerk ermüdend, da man schlichtweg mit viel zu vielen Schnipseln zur selben Zeit bombardiert wird. Charlotte Parfois legen damit leider nur ein durchschnittliches Werk vor, welches in meinem CD-Regal verstauben wird.
Der Videoclip zu Y croyez-vous war einst Videoclip der Woche bei SF2. Zur Erläuterung wie sich das ganze anhört, könnt ihr ihn hier ansehen:
Rated 6
erstellt am 27.03.2011
England Keep My Bones
Am 3. Juni erschient hierzulande das neue Frank Turner Album England Keep My Bones
Anschliessend folgt eine längere Europatour.Weder Tracklist noch Artwork wurde bisher bekanntgegeben. Einige Songs wurden jedoch bestätigt für das neue Album, so auch I Am Disappeard (Bob Dylan) welcher auch schon Live gespielt wurde.
erstellt am 26.03.2011
Revival Road Europe Tour & Neues Chuck Ragan Album im September
Am 9. Oktober wird die Revival Road Tour zum ersten Mal in Zürich halt machen! Wo genau ist jedoch noch nicht bekannt.
Mit dabei sein werden:
Brian Fallon of The Gaslight Anthem
Dan Andriano of The Alkaline Trio
Chuck Ragan of Hot Water Music
Dave Hause of The Loved Ones
Begleitet von:
Jon Gaunt on fiddle and Joe Ginsberg on bass
Ausserdem wurde verkündet, dass Chuck Ragan momentan unter Hochdruck an den Arbeiten zu einem dritten Soloalbum sei, welches im September via Side One Dummy erscheinen wird.
Laut Chuck Ragan soll es sich von "Feast Or Famine" und "Gold Country" unterscheiden. Zur Frage wie er das meine, hiess es nur: We just want to make a very stripped down, grassroots record where the songs can just stand for themselves.
Desweiteren äusserte er sich erstmals wie es um die Aufnahmen für ein neues Hot Water Music Album steht.
We're writing and yeah, we plan on doing a new record. But I don't know when it's going to happen and that's all I can say right now.We're going to be playing a few shows here and there and plan on writing more this summer – we'll start recording when it feels honest and good to go.
Hier überigens noch das Video zur Revival Road Tour